
Nebel hängt kalt im steilen Tal, irgendwo rauscht gedämpft der Etzlibach. Kein Ton, keine Farbe drãngt sich vor, gedämpft ist die ganze Natur. Mein Atem, die Schritte nehmen die Vorgabe unbemerkt auf. Ich könnte Stundenlang weitergehen, bin fast enttäuscht, als sich die Konturen der Hütte auf dem Felssporn abzeichnet. Ein Tal hat mich neblig in seinen Bann gezogen, wunderbar!
PS: grösser könnte ser Gegensatz nicht sein und dennoch hat mich der einsame Aufstieg in der kühlen Bergluft an eine drückend-schwüle chinesische 23 Millionen-Stadt erinnert: Chongching, die “Stadt ohne Schatten”. Dunstiger Smog hat auch dort die Stadt fast mystisch gedämpft – einer der stãrksten Eindrücke meiner ganzen Chinareise. Das Etzli, heute war es mein “Tal ohne Schatten”.
