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Route 0.5

Zwei Dutzend Landkarten, unzählige Wandersites und ein paar SAC Wanderführer haben mich in den letzten Tagen auf Trab gehalten: ein erster Wurf meiner Wanderroute diagonal durch die Schweiz steht!

In 27 reinen Wanderetappen soll ich von Bodensee an den  Genfersee gelangen. Noch sind viele Fragen offen, die Route überhaupt nicht definitiv:

– halte ich täglich 6-8 Stunden auf Schusters Rappen durch?

– finde ich andere “Wandervögel” für die Routen über die Gletscher?

– gelangt man am Wochenende mit ÖV zur Route (damit Tina zu mir stossen kann)?

– will ich wirklich auch Asphalt-Etappen zu Fuss oder doch mit dem “Poschti” machen?

Aber vor allem: sind die Routen realistisch, verpasse ich die schönsten Landschaften, von welchen Hütten geniesst man die beste Aussicht? Und weils kaum jemand besser als mein Vater weiss, ist die Route bei ihm in “Vernehmlassung” … oder um es in Stephans Worten zu sagen (welcher mich hoffentlich auch ein paar Tage begleiten wird):  so wird aus Route 0.5 bald Route 0.6 … 😉

Papierkram

Ich wandere ja nicht erst seit gestern. Eben.  Karten aus dem Jahr 1984 (Blatt 2512 Flumserberg-Walensee) helfen deshalb wenig für die Planung. Auch wenn ich die Region Flumserberg-Walensee gut kenne. Selbst hier ist die Welt aber seit 1984 nicht stehen geblieben, naja, zumindest nicht die Natur …

23 neue Blätter für "schweiz diagonal"Darum: Papierkram. 23 Karten habe ich neu gekauft. Jetzt liegen sie daheim auf unserem neuen Esstisch. Zusammen mit meinen SAC Führer, wanderland.ch und vielen anderen Webseiten wage ich mich an die Planung der rund 30 Etappen.

Wieviele Stunden ich wohl pro Tag schaffe? Welche Hütten muss ich reservieren? Was meinen meine Knie zu 1500m Abstieg vom verlassen Alpenübergang ins Tal? Liegen die Wochenenden so,  dass mich Tina auf spannenden Routen begleiten kann?

Noch habe ich 6 Wochen Zeit, um Antworten auf diese Fragen zu finden – oder eben auch nicht.  Vielleicht ist genau dies auch ein Prozess, welcher mir gut tut? Jedenfalls kommt jetzt definitiv Freude auf … und Respekt vor meinem kleinen Abenteuer …